In vielen Mietwohnungen liegen zwischen Spüle und Herd etwa sechzig Zentimeter Arbeitsfläche. Dort muss alles stattfinden: schneiden, ablegen, abfüllen. Ein Handhobel passt hinein, aber nur mit durchdachtem Ablauf.
Sechzig Zentimeter sind der Normalfall
Ein Gemüsehobel ist länger als ein Schneidebrett und liegt schräg. Er belegt die Fläche also nicht nur, er belegt sie ungünstig. Wer daneben noch Platz für geschälte Stücke braucht, hat verloren, bevor die erste Scheibe fällt.
Die Lösung ist kein größeres Gerät, sondern ein anderer Aufbau. Ein schmales Modell ohne ausladende Füße lässt sich über eine Schüssel legen und kostet dann gar keine Arbeitsfläche. Welche Bauformen dafür taugen, zeigt Benriner.
Eine Schüssel statt eines Tellers darunter
Die häufigste Platzverschwendung ist ein flacher Teller unter dem Hobel. Er fasst wenig, und sobald er voll ist, muss umgeräumt werden. Eine hohe Schüssel nimmt das Vielfache auf und hält den Hobel am Rand ruhig.
Die Spüle als zweite Arbeitsfläche
Über ein Becken lässt sich ein langer Hobel quer auflegen, sofern er an beiden Enden aufliegt. Die Schüssel steht darunter, tief und kippsicher. In manchen Altbauküchen ist das die einzige Möglichkeit für größere Mengen.
Alles bereitlegen, bevor das Gerät auf dem Tisch liegt
In einer kleinen Küche gibt es keinen Zwischenlagerplatz. Vor dem ersten Schnitt muss deshalb bereitstehen, was hinterher gebraucht wird:
- Die Schüssel für das geschnittene Gemüse, groß genug für die ganze Menge.
- Ein Behälter für Schalen und Enden, direkt in Reichweite.
- Der schnittfeste Handschuh, angezogen und nicht in der Schublade.
- Das Gefäß, in das das Gemüse anschließend wandert.
- Ein trockenes Tuch, weil nasse Finger am Kunststoffrahmen abrutschen.
Der Abfall muss sofort verschwinden
Schalen sammeln sich schneller an, als die Fläche verkraftet. Sobald Abschnitte neben dem Hobel liegen, schieben Sie sie irgendwann mit der Hand beiseite, und diese Bewegung führt über die Klinge.
Wenn selbst das nicht reicht
Manche Küchenzeilen sind vollständig von Herd und Spüle belegt. Dann ist der Küchentisch der bessere Arbeitsplatz, mit einem Brett darunter und ausreichend Abstand zur Kante.
Was sich in der Mietwohnung nicht ändern lässt
Beleuchtung und Arbeitshöhe sind vorgegeben. Sie können aber eine zusätzliche Lampe aufstellen und alles Übrige wegräumen. Bei schlechtem Licht sieht man weder die Klinge noch das Reststück zuverlässig.
Der Ablauf zählt mehr als die Quadratmeter
Eine kleine Küche schließt keinen Hobel aus. Sie verlangt nur, dass jeder Handgriff eine feste Reihenfolge hat und nichts abgestellt wird, wofür kein Platz vorgesehen ist. Das macht die Arbeit sicherer.


